Auszeichnung
künstlerischer Projekträume
und -initiativen

New Fears

Schererstraße
5
Berlin
13347
NEW FEARS ist eine Galerie für Performance und Transdisziplinarität in Berlin-Wedding, die in Berlin ansässige und internationale Künstler:innen vertritt.
Für jede Episode lädt NEW FEARS zwei Künstler:innen zu einer Residency in Berlin
ein, die in einer öffentlichen Veranstaltung endet. Der Prozess wird von Autor:innen begleitet, die ein Manifest publizieren, das auf der bevorstehenden Veranstaltung vorgestellt wird. Bisher existieren #9 Episoden.
Alle guten Dinge haben etwas Lässiges und liegen wie Kühe auf der Wiese.Auch wenn in den letzten Jahren die Selbstdarstellung in den so­zialen Medien als unerlässlich gilt, ist dies eine recht ambivalente Entwicklung. Das Bespielen von Blogs, Facebook, Twitter, Insta­gram und Mixcloud ist nicht nur enorm arbeitsintensiv, sondern fordert ein strategisch-kontinuierliches Vorgehen, das zusätzlich zur eigentlichen künstlerischen Arbeit geleistet werden muss. Sicherlich unterstützen die sozialen Medien die (nicht zuletzt internationale) Vernetzung der Künstler*innen untereinander und erlauben ein selbstbestimmtes Auftreten. Wirksamkeit (Likes) und Wirklichkeit (tatsächliche Besucher*innen) sind in der Regel aber nicht kongruent. Und der Wert künstlerischer Arbeit sollte sich nicht an ihrer Reichweite messen lassen müssen. Die Institutionalisierung von Fördermöglichkeiten bedeutet aber auch eine gewisse Form von Ausgrenzung. Nicht jede engagierte Person/Künstler*in ist in der Lage, die Formalitäten antragskonform zu erfüllen – und deswegen ja gewiss nicht weniger engagiert/künstlerisch aktiv. Für die Zukunft könnten vielleicht auch alternative Fördermodelle angedacht werden, die sich nach noch anderen/inklusiveren Kriterien bemessen als offiziel­ler Lebenslauf, Ausstellungs- und Preisauflistungen, „Namhaftigkeiten“.Answering this question seems to be the most difficult and an endless process for me because I have to ruminate on the past decade or so in which I have gone through Berlin as a female artist, a Korean artist, the founder and chief of an Asian contemporary art platform, and a mother. Since the very beginning, I have been interested in seeking a kind of universal identity, spanning the various backgrounds of ­Berlin-based contemporary artists in order to examine the question of identity as it is often perceived from the outside: according to gender, nationality, and cultural milieu. So I have created a space where the dichotomous logics about those issues could be discussed, proceeding with many projects. Above all, I had dreamt of creating a self-supporting space, based on an independent profit model. Recognizing limitations in workforce, culture, and the market of the art scene, however, I have experienced some moments of great suffering. But what has ­enabled me to endure those moments of suffering was not money but people, so that I would answer sincerely that a project space no longer means a physical space for me. It is a non-physical space, comprising people like artists, users and agents, or sometimes a network.