Auszeichnung
künstlerischer Projekträume
und -initiativen

New Fears

Schererstraße
5
Berlin
13347
NEW FEARS ist eine Galerie für Performance und Transdisziplinarität in Berlin-Wedding, die in Berlin ansässige und internationale Künstler:innen vertritt.
Für jede Episode lädt NEW FEARS zwei Künstler:innen zu einer Residency in Berlin
ein, die in einer öffentlichen Veranstaltung endet. Der Prozess wird von Autor:innen begleitet, die ein Manifest publizieren, das auf der bevorstehenden Veranstaltung vorgestellt wird. Bisher existieren #9 Episoden.
Die Diversität des Begriffs „Projektraum“ öffnet durchaus Horizonte, führt aber auch im Gegenzug zu fachlichen Überdehnungen des Kunstbegriffs. Der vorherrschende Fördermarkt-Sozial­­­darwinismus stellt Tiefgänge infrage. Komplexe kulturelle Trans­forma­tionsprozesse lassen sich mit den oft daraus entspringenden tagespolitischen Diskursen nicht ausreichend begleiten. Im Grunde genommen entsteht so ein Ober­flächen-Projektraum-Diskurs-Impressionismus.Kunst kann Dialoge über gesellschaftliche Prozesse öffnen und vermitteln, sie kann Orte in der Stadt als Handlungs­orte definieren und zugänglich machen. Darin ist sie ein wichtiges Element gesellschaftlicher Partizipation und politischer Willensbildungsprozesse. Das zeigt sich auch in der Ausweitung eines der Kunst zugeordneten Felds auf fast alle gesellschaftliche Kontexte. Die Stärke der Kunst ist es, in verschiedenen Räumen lebendig und er­­fahrbar zu werden. Somit bietet sie eine Schnittstelle für unterschiedliche Perspektiven und einen lebendigen Austausch.Was sich bis heute entwickelt hat, ist eine wichtige Grundlage für die Wertschätzung und Sichtbarkeit der Projekträume.