Auszeichnung
künstlerischer Projekträume
und -initiativen
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künstlerischer Projekträume
und -initiativen
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2017
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kronenboden
2017
,
2008
Schwedenstraße
18
Berlin
13357
kronenboden.de
Billy Cowie,
Echte Fälschungen,
2017
Stan Pete,
Topfschlagzeug & Sequenzer,
2017
Es ist wichtig, die Räume als freie, unabhängige Räume zu sichern und dies nicht unmittelbar an eine spezifische, lückenlose Konzeption oder einen wie auch immer definierten Erfolg zu knüpfen. Aufgeschlossen gegenüber wirklich offenen künstlerischen Prozessen und aufgeschlossen im Sinne einer nicht normativen Plattform für künstlerische Experimente können die Räume nur sein, wenn es Förder- und Sicherungskriterien gibt, die nicht einer bloßen Markt- und Verwertungslogik folgen. Austausch, Resonanz und Verknüpfung sind wichtige Momente – wie kann ein wirklich solidarisches Miteinander der Projekträume aussehen, bei dem es nicht um Konkurrenz und Profilierung gegeneinander geht?
Answering this question seems to be the most difficult and an endless process for me because I have to ruminate on the past decade or so in which I have gone through Berlin as a female artist, a Korean artist, the founder and chief of an Asian contemporary art platform, and a mother. Since the very beginning, I have been interested in seeking a kind of universal identity, spanning the various backgrounds of Berlin-based contemporary artists in order to examine the question of identity as it is often perceived from the outside: according to gender, nationality, and cultural milieu. So I have created a space where the dichotomous logics about those issues could be discussed, proceeding with many projects. Above all, I had dreamt of creating a self-supporting space, based on an independent profit model. Recognizing limitations in workforce, culture, and the market of the art scene, however, I have experienced some moments of great suffering. But what has enabled me to endure those moments of suffering was not money but people, so that I would answer sincerely that a project space no longer means a physical space for me. It is a non-physical space, comprising people like artists, users and agents, or sometimes a network.
Durch die vermehrten Fördermöglichkeiten kann ich als Projektraumbetreiberin weiterhin komplett unabhängig von einer Marktorientierung agieren. Diese Entwicklung ist sehr positiv. Denn gerade in der Randlage Marzahn-Hellersdorf kann es keine marktorientierten Überlegungen für die Ausrichtung eines Programms geben. Es gibt kein touristisches Publikum. Das Publikum generiert sich aus den Menschen vor Ort. Für Marzahn-Hellersdorf bedeutet dies, dass sich die Menschen oft in prekären finanziellen Situationen befinden, eine marktorientierte Ausrichtung passt nicht in diesen Kontext. Die Themen Stadtmitte − Peripherie, öffentlicher Raum und/oder Rechtspopulismus können nicht marktorientiert verhandelt werden.