Auszeichnung
künstlerischer Projekträume
und -initiativen

Schinkel Pavillon e. V.

2007
Oberwallstraße
12
Berlin
10117
Art has the unique ability to help us expand our imagination and the way we think about the world. By bending the lines of logic and ­rational approaches, it offers a gateway to our collective unconscious and provides a terrain where everything is possible, hence pushing our thinking process forward. We see art and artists as seismographs for changes in society. There is also great freedom in art, addressing big and timeless questions that are independent of current economic and political realities and interests. Art can be a space for utopias, or for histories outside of history books. Art is important because it keeps us going through the difficult and dark times. Art keeps us alive.Mangelnde Vernetzung führt zu unnötigen Konkurrenzsituationen im Kampf um Aufmerksamkeit und Fördertöpfe. Der ideale Projektraum ist/war eine Win-win-Situation für Betreiber*innen und Künstler*innen. Beide können neue Experimente starten und neue Modelle ausprobieren unter fairen finanziellen Bedingungen, sprich mit Honorar und Projektfinanzierung/Sponsoren. Projekträume haben sich auch durch Verdrängung und höhere Mieten in entlegene Kieze und Bezirke verlagert/verlagern müssen. Wir alle sind Teil eines „idealen“ Projektraums, zusammen sind wir höchst heterogen, divers und das größte zusammenhängende Ausstellungshaus in Berlin. In Berlin hat sich in den letzten zehn Jahren das Verhältnis zu Raum als einer grundlegenden Basis für unser Zusammen­leben dramatisch verändert − und zwar aus der Perspektive der künst­lerischen Nutzung eindeutig zum Schlechten. Der Profitwahnsinn hat die Stadt seit der Finanzkrise zunehmend erfasst; sowohl ­global agierende Finanz- und Immobilienhaie als auch viele mittlere und kleine Geldanleger haben Berlin und seine umbauten Räume als handelbare Ware auserkoren mit der Folge, dass die Preise dafür explodiert sind. Die Politik unternimmt dagegen ­leider nichts wirklich Effektives und scheint daran kaum Anstoß zu ­nehmen. Darunter leiden in erster Linie die sozial Schwächeren und nicht zuletzt die meisten Kunst- und Kulturschaffenden. Berlin ist im Begriff, seine Ausstrahlung und seinen Nimbus als Anziehungspunkt für experimentelle und innovative Kunstprojekte zu verlieren. Wir hoffen, dass sich weiterer Widerstand gegen diese allgemeine Tendenz gerade auch aus dem Feld der Kunst regt und Berlin weiterhin ein Ort für lebendige und kritische Kunst sein wird.It’s hard to look back on the last ten years and not get distracted by Co-Vid and the massive interruption that has caused in all aspects of life. But generally, Berlin is getting more expensive, no news there: There are less store fronts perhaps to rent for a project space than there used to be. Facebook is no longer used as an announcement tool. Do young people still flock to Berlin?