Auszeichnung
künstlerischer Projekträume
und -initiativen
Die Diversität des Begriffs „Projektraum“ öffnet durchaus Horizonte, führt aber auch im Gegenzug zu fachlichen Überdehnungen des Kunstbegriffs. Der vorherrschende Fördermarkt-Sozial­­­darwinismus stellt Tiefgänge infrage. Komplexe kulturelle Trans­forma­tionsprozesse lassen sich mit den oft daraus entspringenden tagespolitischen Diskursen nicht ausreichend begleiten. Im Grunde genommen entsteht so ein Ober­flächen-Projektraum-Diskurs-Impressionismus.Das Verständnis davon, was Kunst ist, ist im ständigen Wandel begriffen. Interdisziplinäres, medien- und themenübergreifendes Arbeiten ist zur „Normalität“ geworden. Der digitale Raum wird mehr und mehr als künstlerischer Handlungsraum erschlossen.Prinzipiell ist unsere Haltung heute, dass wir honorierte Arbeit − ob nun für die Infrastruktur oder ­einzelne Inhalte und ­Formate, ob für uns oder Dritte, mit denen wir arbeiten − als Prinzip anstreben.