Auszeichnung
künstlerischer Projekträume
und -initiativen
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Zona Dynamic
2017
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zonadynamic.com
ZONA D/AMALGAMA,
Transmediale Vorspiel,
2018, Foto: Laura Drosse
ZONA D/AMALGAMA,
Transmediale Vorspiel,
2018, Foto: Laura Drosse
Auch wenn in den letzten Jahren die Selbstdarstellung in den sozialen Medien als unerlässlich gilt, ist dies eine recht ambivalente Entwicklung. Das Bespielen von Blogs, Facebook, Twitter, Instagram und Mixcloud ist nicht nur enorm arbeitsintensiv, sondern fordert ein strategisch-kontinuierliches Vorgehen, das zusätzlich zur eigentlichen künstlerischen Arbeit geleistet werden muss. Sicherlich unterstützen die sozialen Medien die (nicht zuletzt internationale) Vernetzung der Künstler*innen untereinander und erlauben ein selbstbestimmtes Auftreten. Wirksamkeit (Likes) und Wirklichkeit (tatsächliche Besucher*innen) sind in der Regel aber nicht kongruent. Und der Wert künstlerischer Arbeit sollte sich nicht an ihrer Reichweite messen lassen müssen. Die Institutionalisierung von Fördermöglichkeiten bedeutet aber auch eine gewisse Form von Ausgrenzung. Nicht jede engagierte Person/Künstler*in ist in der Lage, die Formalitäten antragskonform zu erfüllen – und deswegen ja gewiss nicht weniger engagiert/künstlerisch aktiv. Für die Zukunft könnten vielleicht auch alternative Fördermodelle angedacht werden, die sich nach noch anderen/inklusiveren Kriterien bemessen als offizieller Lebenslauf, Ausstellungs- und Preisauflistungen, „Namhaftigkeiten“.
In Berlin wurden ja schon gute und wichtige Akzente gesetzt, jedoch sollte dieses Bewusstsein auch auf Bundesebene mehr durchschlagen und ein Gesamtkonzept zur Unterstützung der Kultur in Angriff genommen werden.
Die Coronapandemie haben wir erstmal überstanden, aber wie Leute künftig bei uns zusammenkommen werden, darüber können wir noch nichts sagen. Und das ist es ja eigentlich, worum es geht.