Auszeichnung
künstlerischer Projekträume
und -initiativen

SOX

1981
Oranienstraße
175
Berlin
10999

Straßenansicht Sox 2022, Foto: Marlene Zoë Burz

Straßenansicht Sox 2022, Foto: Marlene Zoë Burz

Die Umstände für unabhängige Projekträume haben sich bei gleichbleibender Dringlichkeit für deren Existenz geändert: Wir brauchen weiterhin Freiräume, in denen die Frage „Wie wollen wir zusammenleben in dieser vernetzten und verletzten Welt?“ auf viele verschiedene Arten gestellt und Annäherungen an eine mögliche Beantwortung ausprobiert werden können. Die massiv gesteigerten Raum­mieten in Berlin und die fast ausnahmslose Finanzierung nur über Projektförderung und die Nichtunterstützung von Infrastruktur erschweren und verunmöglichen größtenteils Experimentation, Ausprobieren, einen Raum zum Scheitern und damit Lernen. Projektanträge müssen vorab bis zum letzten Ergebnis ausbuchstabiert werden inklusive der erwarteten Zuschauer*innenzahl. Das fesselt viel Ideenreichtum und Mut zu Neuem, es verhin­dert gleichzeitig ein kontinuierliches Arbeiten und hält Projekträume dauerhaft in einem Zustand ungesunder, prekärer Arbeitsbedingungen. Was wir uns für die Berliner Projekträume wünschen? Planbare, langfristige und nachhaltige Förderung mit Respekt und Vertrauen in Räume, die seit Jahren wesentlich zur Kulturlandschaft beitragen.We are very happy with the network. Whenever we had questions or doubts, the Network had an answer or guided us. Being a project space, we can see how lucky we are to have the support of this organization that has allowed us to be where we are now. We are very grateful to your organization and wish you all the best for the future.For many decades Berlin has developed a lively, diverse, and independent way of producing culture and counteracting government decisions, based on, local, generous, and enthusiastic, but also worried, social communities that exchanged resources and ideas ­within a larger political debate. The city became a “natural” shelter and ­fertile environment for dissidents, artists, political refugees, and immigrants with any background also due to the need to overcome a traumatic past full of human generated atrocities that are still present in people memories and behaviour.