Auszeichnung
künstlerischer Projekträume
und -initiativen
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Soline Krug & Martin Remus, The Deepess Stage, 2018, Foto: Chroma
Manon Malan, 2019, Foto: Chroma
Die Diversität des Begriffs „Projektraum“ öffnet durchaus Horizonte, führt aber auch im Gegenzug zu fachlichen Überdehnungen des Kunstbegriffs. Der vorherrschende Fördermarkt-Sozialdarwinismus stellt Tiefgänge infrage. Komplexe kulturelle Transformationsprozesse lassen sich mit den oft daraus entspringenden tagespolitischen Diskursen nicht ausreichend begleiten. Im Grunde genommen entsteht so ein Oberflächen-Projektraum-Diskurs-Impressionismus.
Verwertungslogik und Karrieredenken unter den „alternativen“ Projekten haben zugenommen, neue Strategien nähern sich eher dem Markt an, statt eine alternative Arbeitsweise zu verkörpern/zu leben, damit stirbt ein großes Stück der „alten“ Einstellungen und Haltungen und auch ein großes Stück des experimentellen Berlins. Optimistisch betrachtet: Immer wieder Lücken nutzen und das Unmögliche machen und leben.
Das Verständnis davon, was Kunst ist, ist im ständigen Wandel begriffen. Interdisziplinäres, medien- und themenübergreifendes Arbeiten ist zur „Normalität“ geworden. Der digitale Raum wird mehr und mehr als künstlerischer Handlungsraum erschlossen.