Auszeichnung
künstlerischer Projekträume
und -initiativen

New Theater / TV Bar

Discoteca Flaming Star, 2061 INMORAL LIDOS, Grüner Salon, 2018, Foto: Henkel & Pitegoff

Karl Holmqvist, #PLZ, RESCHYKLI$CCH, Grüner Salon, 2018, Foto: Henkel & Pitegoff

Von der Kulturpolitik wünschen wir uns eine Bestätigung der Leistungen der Projektraummacher*innen durch Vernachhaltigung der Fördermöglichkeiten, gemeinsames Ent­wickeln neuer Tools zur Förderung und offenen Dialog auf Augenhöhe. Wir alle sind an einer lebendigen Kulturszene in Berlin ­interessiert; sie erzeugt Synergien und Sogwirkung. Wir alle können dazu beitragen, dass sich Lebensrealitäten von Künstler*innen und Projektmacher*innen verbessern, jede*r mit den eigenen Mitteln.Berlin ist zwar noch interessant, jedoch gibt es inzwischen auch andere europäische (vor allem ost­europäische) Metropolen, die mit ähnlichen Attributen wie Berlin werben.Die Diversität des Begriffs „Projektraum“ öffnet durchaus Horizonte, führt aber auch im Gegenzug zu fachlichen Überdehnungen des Kunstbegriffs. Der vorherrschende Fördermarkt-Sozial­­­darwinismus stellt Tiefgänge infrage. Komplexe kulturelle Trans­forma­tionsprozesse lassen sich mit den oft daraus entspringenden tagespolitischen Diskursen nicht ausreichend begleiten. Im Grunde genommen entsteht so ein Ober­flächen-Projektraum-Diskurs-Impressionismus.