Auszeichnung
künstlerischer Projekträume
und -initiativen

Spoiler Aktionsraum

2018
Quitzowstraße
108a
Berlin
10551

Außenansicht, 2020

Lena Marie Emrich, a total burnout, 2019, Foto: André Wunstorf

Marktorientierung spielt für mich keine Rolle, mich interessiert entweder ein spezielles Thema und dazu lade ich Künstler*innen ein oder ich erarbeite mit Künstler*innen und anderen Gruppen spartenübergreifende neue Konzepte.Zum Erhalt von Kultur allgemein ist wichtig, sie aus dem ökonomischen Primat zu lösen; dafür stehen alle nicht kommerziellen Projekträume als selbstbestimmte Orte von experimentellen ­Fragestellungen, Versuchen, neuen ästhetischen Formulierungen, Untersuchungen sozialer Realitäten … und es wäre noch viel wichtiger, diese Szene insgesamt in ihrer Vielfalt zu erhalten, als vereinzelte Räume „auszuzeichnen“.Kunst kann Dialoge über gesellschaftliche Prozesse öffnen und vermitteln, sie kann Orte in der Stadt als Handlungs­orte definieren und zugänglich machen. Darin ist sie ein wichtiges Element gesellschaftlicher Partizipation und politischer Willensbildungsprozesse. Das zeigt sich auch in der Ausweitung eines der Kunst zugeordneten Felds auf fast alle gesellschaftliche Kontexte. Die Stärke der Kunst ist es, in verschiedenen Räumen lebendig und er­­fahrbar zu werden. Somit bietet sie eine Schnittstelle für unterschiedliche Perspektiven und einen lebendigen Austausch.