Auszeichnung
künstlerischer Projekträume
und -initiativen

alpha nova & galerie futura

1986
Am Flutgraben
3
Berlin
12435
alpha nova & galerie futura ist ein seit 1986 bestehender Ausstellungs- und Veranstaltungsort in Berlin, der aus einer dezidiert emanzipatorischen und feministischen Perspektive kulturproduzierende und kulturvermittelnde Praxis verschränkt. Der Schwerpunkt liegt in der Zusammenarbeit mit Künstlerinnen bzw. FLINTA-Personen*. alpha nova & galerie futura schafft einen Raum für die Verknüpfung von politischer Intervention und künstlerischer Praxis, um daraus kritische Standpunkte für Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft zu entwickeln.
Die Diversität des Begriffs „Projektraum“ öffnet durchaus Horizonte, führt aber auch im Gegenzug zu fachlichen Überdehnungen des Kunstbegriffs. Der vorherrschende Fördermarkt-Sozial­­­darwinismus stellt Tiefgänge infrage. Komplexe kulturelle Trans­forma­tionsprozesse lassen sich mit den oft daraus entspringenden tagespolitischen Diskursen nicht ausreichend begleiten. Im Grunde genommen entsteht so ein Ober­flächen-Projektraum-Diskurs-Impressionismus.Für viele hat die Pandemie die Wichtigkeit der künstlerischen Tätigkeit in den Vordergrund gerückt trotz der Vernachlässigung der Kultur durch die Politik. Die Wichtigkeit der Vor-Ort-Präsenz, des „analogen Sehens“, der analogen Auseinandersetzung gegenüber den digitalen Formaten ist in den Vordergrund gerückt.Prinzipiell ist unsere Haltung heute, dass wir honorierte Arbeit − ob nun für die Infrastruktur oder ­einzelne Inhalte und ­Formate, ob für uns oder Dritte, mit denen wir arbeiten − als Prinzip anstreben.