Auszeichnung
künstlerischer Projekträume
und -initiativen
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ROSALUX
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1999/2006
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12
Berlin
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rosalux.com
Zwischenräume,
2020, Foto: Tiny Domingos
Zwischenräume,
2020, Foto: Tiny Domingos
… But definitely key words such as “project space”, “artist-run”, “grassroots”, “laboratory”, etc. are still good key words (to be constantly re-discussed) that underline the spirit and intention of such open experiments that somehow can only function as open experiments! A free interactive and inclusive format to create, express, and exchange interdisciplinary ideas with spontaneous, playful, DIY approaches; having access to and exchanging various physical spaces to manifest all facets of what independent cultural production can unfold – also in the sense of creating social awareness and responsibility due to the fact that every single participant, no matter the “role” or “title” is deeply aware & involved in the process of making things happen, sharing responsibilities and profits (if there are any 🙂 … Investors and businesses assumed the form of faceless international partnerships with enormous capital and devouring public resources deciding on the future of all citizens, delivering less and less social protection and consideration for cultural and social diversity.
Es ist wichtig, die Räume als freie, unabhängige Räume zu sichern und dies nicht unmittelbar an eine spezifische, lückenlose Konzeption oder einen wie auch immer definierten Erfolg zu knüpfen. Aufgeschlossen gegenüber wirklich offenen künstlerischen Prozessen und aufgeschlossen im Sinne einer nicht normativen Plattform für künstlerische Experimente können die Räume nur sein, wenn es Förder- und Sicherungskriterien gibt, die nicht einer bloßen Markt- und Verwertungslogik folgen. Austausch, Resonanz und Verknüpfung sind wichtige Momente – wie kann ein wirklich solidarisches Miteinander der Projekträume aussehen, bei dem es nicht um Konkurrenz und Profilierung gegeneinander geht?
Ist eine Arbeit, die zur Ehre gereicht, denn moralisch und überhaupt besser als eine, die dazu noch Geld generiert? Sagt denn die künstliche Trennung von ehrenamtlich/nicht kommerziell und kommerziell nicht eigentlich Geld = schlecht. Es kann aber durchaus dazu dienen, ein wie auch immer gestaltetes konzeptuelles Programm zu realisieren. Kann denn in dieser Welt, wie sie sich heute knallhart darstellt, überhaupt dauerhaft behauptet werden, eine prekäre Lebenssituation sei erstrebenswert und eine Abkopplung vom Monetären möglich? Wird nicht dadurch erst der vorgezeichnete Weg systemisch gangbar gemacht, in einer Doktrin aufzusteigen und die schlechten Zeiten hinter sich zu lassen, die später die legendär verklärten guten Zeiten sein werden?