Auszeichnung
künstlerischer Projekträume
und -initiativen
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Kurfürstenstraße
14 b (Im Hof)
Berlin
10785
Foto: Young-jun Tak
The word “project space” is almost misleading to me. Projects do not have to take place in spaces. Radio shows, Instagram takeovers, and outdoor screenings are also projects. To focus on the aspect of space itself is to take a narrow view of what could – and is – happening in Berlin at the moment. The ideal project space would come with a budget for production and overhead costs. Ideally, also the curators ought to get paid.
Die Diversität des Begriffs „Projektraum“ öffnet durchaus Horizonte, führt aber auch im Gegenzug zu fachlichen Überdehnungen des Kunstbegriffs. Der vorherrschende Fördermarkt-Sozialdarwinismus stellt Tiefgänge infrage. Komplexe kulturelle Transformationsprozesse lassen sich mit den oft daraus entspringenden tagespolitischen Diskursen nicht ausreichend begleiten. Im Grunde genommen entsteht so ein Oberflächen-Projektraum-Diskurs-Impressionismus.
Durch die vermehrten Fördermöglichkeiten kann ich als Projektraumbetreiberin weiterhin komplett unabhängig von einer Marktorientierung agieren. Diese Entwicklung ist sehr positiv. Denn gerade in der Randlage Marzahn-Hellersdorf kann es keine marktorientierten Überlegungen für die Ausrichtung eines Programms geben. Es gibt kein touristisches Publikum. Das Publikum generiert sich aus den Menschen vor Ort. Für Marzahn-Hellersdorf bedeutet dies, dass sich die Menschen oft in prekären finanziellen Situationen befinden, eine marktorientierte Ausrichtung passt nicht in diesen Kontext. Die Themen Stadtmitte − Peripherie, öffentlicher Raum und/oder Rechtspopulismus können nicht marktorientiert verhandelt werden.