Auszeichnung
künstlerischer Projekträume
und -initiativen
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Group Global 3000 e. V.
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Leuschnerdamm
19
Berlin
10999
gg3.eu
Ein großes Problem stellen natürlich die steigenden Mieten und die drohende Verdrängung von nicht gewinnorientierten Räumen aus der Stadt dar. Es wäre schade, wenn Fördergelder zum großen Teil an Vermieter fließen.
Kunst kann Dialoge über gesellschaftliche Prozesse öffnen und vermitteln, sie kann Orte in der Stadt als Handlungsorte definieren und zugänglich machen. Darin ist sie ein wichtiges Element gesellschaftlicher Partizipation und politischer Willensbildungsprozesse. Das zeigt sich auch in der Ausweitung eines der Kunst zugeordneten Felds auf fast alle gesellschaftliche Kontexte. Die Stärke der Kunst ist es, in verschiedenen Räumen lebendig und erfahrbar zu werden. Somit bietet sie eine Schnittstelle für unterschiedliche Perspektiven und einen lebendigen Austausch.
Die Diversität des Begriffs „Projektraum“ öffnet durchaus Horizonte, führt aber auch im Gegenzug zu fachlichen Überdehnungen des Kunstbegriffs. Der vorherrschende Fördermarkt-Sozialdarwinismus stellt Tiefgänge infrage. Komplexe kulturelle Transformationsprozesse lassen sich mit den oft daraus entspringenden tagespolitischen Diskursen nicht ausreichend begleiten. Im Grunde genommen entsteht so ein Oberflächen-Projektraum-Diskurs-Impressionismus.