Auszeichnung
künstlerischer Projekträume
und -initiativen
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Kunst kann Dialoge über gesellschaftliche Prozesse öffnen und vermitteln, sie kann Orte in der Stadt als Handlungsorte definieren und zugänglich machen. Darin ist sie ein wichtiges Element gesellschaftlicher Partizipation und politischer Willensbildungsprozesse. Das zeigt sich auch in der Ausweitung eines der Kunst zugeordneten Felds auf fast alle gesellschaftliche Kontexte. Die Stärke der Kunst ist es, in verschiedenen Räumen lebendig und erfahrbar zu werden. Somit bietet sie eine Schnittstelle für unterschiedliche Perspektiven und einen lebendigen Austausch.
Die Diversität des Begriffs „Projektraum“ öffnet durchaus Horizonte, führt aber auch im Gegenzug zu fachlichen Überdehnungen des Kunstbegriffs. Der vorherrschende Fördermarkt-Sozialdarwinismus stellt Tiefgänge infrage. Komplexe kulturelle Transformationsprozesse lassen sich mit den oft daraus entspringenden tagespolitischen Diskursen nicht ausreichend begleiten. Im Grunde genommen entsteht so ein Oberflächen-Projektraum-Diskurs-Impressionismus.
Die Coronapandemie hat uns merkwürdigerweise eher resilienter und produktiver gemacht − und darin bestärkt, immer wieder hinaus in den Stadtraum zu gehen, um zu versuchen, Einfluss zu nehmen.